SIEGFRIED KADEN
biblioteca nacional de cuba José Marti
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Ein Projekt von Siegfried Kaden mit kubanischen Literaturpreisträgern
BIBLIOTECA NACIONAL DE JOSE MARTI, Habana, 14. Februar 2017

Text von Helmut H. Müller
In den letzten Wochen hat Siegfried Kaden kubanische Literaturpreisträger porträtiert, darunter Leonardo Padura. Als er Leonardo Padura fragt, ob er ihn auf einem Baum darstellen und damit an den mit Schreibverbot belegten Reinaldo Arenas erinnern darf, antwortet Padura: „Du bist der Künstler“. Damit zeigt Padura, dass er den Dialog zwischen Kunst und Literatur ernst nimmt. Er hat auch Kadens Vorschlag akzeptiert, ihm erst in mehreren Sitzungen zeichnerisch näher zu kommen, ehe ein Bild entsteht. Hier begegnen sich Autor und Künstler auf Augenhöhe. Jeder respektiert den anderen. Es werden nicht einfach Fotos ausgetauscht, wie das bei billigen Auftragsarbeiten der Fall ist, sondern man sitzt sich leibhaftig gegenüber. Eine Herausforderung für beide, für Literatur und Bildende Kunst, Grenzen zu überschreiten, Türen aufzustoßen und neue Freiheiten zu erfahren. Der Sechzigjährige Padura lebt am Rand der Hauptstadt Havanna im Haus seiner Mutter in Mantilla. Er weiß, dass er sich in einem Spiel zwischen dem, was er sagen darf, und dem, was er nicht sagen darf, bewegt. „Aber der Bereich dessen, was eigentlich nicht ausgesprochen werden soll, wird immer mehr von den Schriftstellern erschlossen. Ich selbst glaube, dass ich es mittlerweile geschafft habe, alles zu sagen, was ich will, allerdings in einer künstlerischen Form“ (Leonard Padura nach Holger Heimann, Die Macht und die Freiheit. In: Stuttgarter Zeitung Nr. 54, S.V1, 5. März 2016)


Siegfried Kaden ist Zeichner, Maler und Kurator. Als Kurator lässt er sich von der Kultur des ihm fremden Landes herausfordern.
Kaden wurde in Dresden in der ehemaligen DDR geboren. Man hört auch Stimmen, er hätte in Kuba wieder seine zweite Heimat gefunden – der Humor, die verhindernde Bürokratie, der Sozialismus. Es gibt da sehr viel Ähnliches. Und nun auch noch die möglicherweise bevorstehende Öffnung des Landes in Richtung des westlichen Kapitalismus.
1995 hat Kaden dem geschwätzigen München den Rücken gekehrt. Er hat alles zurück gelassen und entsorgt, um sich selber wieder neu zu erfinden. Nach 20 Jahren ist er in Kuba bei sich selbst angekommen. Er versteht mehr mit dem Bauch als mit dem Kopf. Auch die Seh- und Denkweise hat sich verändert.
Die Sprache seiner Zeichnungen und Bilder ist im Laufe der Jahre ehrlicher und direkter geworden. Er macht viel, verwirft viel und lässt am Schluss nur Weniges gelten. Kunst ist für ihn eine Spiegel seines Lebens in zwei Kulturen.

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Siegfried Kaden es dibujante, pintor y curador. Como curador acepta los desafíos que las culturas de tierras ajenas le proponen.
Kaden nació en Dresde, en lo que fuera Alemania del este. Se escucha decir que sería en Cuba donde halló su segundo hogar - el humor, la burocracia entorpecedora, el socialismo. Hay muchos parecidos. Y ahora además la posibilidad inminente de la apertura de Cuba en dirección al capitalismo de occidente.
En 1995 Kaden le dió la espalda a una Munich superficial. Dejó y desechó todo para ir en búsqueda de sí mismo. Luego de 20 años y en Cuba, finalmente se ha encontrado. Él entiende el mundo más con la panza que con la cabeza. Su forma de ver y de pensar han cambiado.
El lenguaje de sus dibujos y pinturas se ha hecho, a lo largo del tiempo, más sincero y más directo. Hace mucho, descarta mucho y, al final, poco retiene como válido. El arte es para Kaden un espejo de su vida en dos culturas.

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